Gründungsmitglieder erinnern sich

Zum 30 Jahre-Jubiläum des Clubs haben wir einige der Mitglieder aus dem Gründungsjahr zu ihren Erinnerungen befragt.

Thomas Schlup • Initiant und Gründungspräsident

Du bist Gründungsmitglied, wann und warum habt ihr den Club gegründet?
Mein erster Land-Rover war ein oranger Srs I von Dinky Toys, der immer noch existiert. In den Schulferien konnte ich oft beim Nachbarn helfen, dessen Familie eine Fuhrhalterei betrieb, mit Pferden und einem Land-Rover 88”, grün, Pick-Up.

Nach einem Sprachaufenthalt in England befasste ich mich enger mit dem Fahrzeug, bis ich 1984/85 nach mehreren Versuchen schliesslich bei Garage Bösch, Hinwil, meinen ersten Landy kaufte – 88” Srs III mit Verdeck. Es gab dazumal keinen Land-Rover Club, soviel ich in Erfahrung bringen konnte. Darum hatte ich die Idee zur Gründung.

Wie habt ihr euch kennen gelernt, wie ist der Club entstanden?
Die erste Tat bestand im Entwerfen, Drucken und Verteilen eines Blattes mit der Bitte, Kontakt aufzunehmen zwecks Gründung eines Land-Rover Clubs. Zettel händisch unter Scheibenwischer jedes Land-Rover geklemmt, der mir irgendwie begegnete. Dann warten auf die Antworten, die nach und nach eintrafen. Alles ohne Internet damals!

Gründungsversammlung in Egerkingen: ich war optimistisch und reservierte einen Raum für 50 Personen. Gekommen sind glaube ich 12. Erstes Vergleichen von Ölmessstäben! Das erste Jahresprogramm war noch bescheiden, für Kasse und Buchhaltung reichten Schachtel und Heft.

Von Anfang an war der Club für alle Fahrzeuge aus dem Hause Land-Rover gedacht, mit den Schwerpunkten Reisen und technische Unterstützung. Der Club wuchs sehr schnell und fiel dann ein wenig in sich zusammen, bis Urs Amstutz und Freunde der Sache neues Leben einhauchten.

Rückblickend, was hat sich aus deiner Sicht verändert?
Die Grösse, die Vernetzung und die heute professionellen Strukturen. Die ersten schätzungsweise zehn Jahre waren eher ‹handgestrickt›. Man sieht diese Entwicklung sehr gut bei unserem Magazin. Andererseits ging die Intimität der ersten Jahre verloren.

Was ist dein prägendstes Erlebnis im Clubleben?
Viele Mitglieder haben in vielen Stunden grosser und engagierter Arbeit LRoS erfolgreich gemacht. Herzlichen Dank! Und alle Mitglieder sind auch Botschafter des Vereins und des Fahrzeugs. Die Grundideen sind immer noch die gleichen, der Umgang miteinander respektvoll.

Was wünschst Du dem LRoS zum runden Geburtstag?
Eine gewisse Bodenständigkeit, Sorge zu den Grundideen tragen, das Archiv pflegen.

Thomas zum Bild
Letzte Oelung. Am Ostermontag 2014 gönnte ich meinem Landy in Andermatt 4 Imp Gal Diesel.

An dieser Tankstelle wendete Sean Connery im Film "Goldfinger" seinen Aston Martin und lud Tilly Masterson aus. "Don't forget to write" waren seine Abschiedsworte.

In der Woche nach meinem Besuch wurde die Tankstelle geschlossen. Sie ist heute verschwunden.

Beitrag in der NZZ

Tino Eggenberger • Gründungsmitglied

Wie bist du zum LRoS gekommen?
Ich hielt 1987 vor einem Musikgeschäft (wo sonst) in Grenchen an. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite stoppte ein alter Volvo. Ein Mann stieg aus, rannte über die Strasse Richtung Land-Rover und wurde dabei fast angefahren. Das war der Angelrath Martin, der begeistert war von meinem Landy. Er erzählte mir von einer Gründungsversammlung für einen Land-Rover-Club in Egerkingen. Da Martin noch keinen eigenen Landy besass, reiste er mit uns an diese Versammlung (kurze Zeit später hatte er einen blauen S-2A 109 gekauft und der kleine Club hatte nun zwei blaue 109er!) Angereist waren fünf oder sechs Landys.

Jo, das war der Anfang. Dann ging es aber schnell! Das erste Treffen war in Kriens: ein grosser Platz voll mit Serie-Landys! Leider blieb der Club nicht von sehr grossen Krisen verschont. Ich wollte oft das Handtuch schmeissen. Ich hielt aber durch. Lernt man tausend Leute kennen und ein paar Freunde bleiben, hat sich das Ganze gelohnt!

Welche Funktionen hast du im Verein ausgeübt?
Ich war mal notfallmässig Präsident, dann technischer Berater, was mir sehr viel Spass machte. Ich schrieb auch öfters Berichte in unserem Heftchen. Ich schmiss den Job, weil ich mich mit "modernen" Landys nicht auskannte, die mehr und mehr die Szene bereicherten, und mein anderes Hobby––nämlich Blockflöte spielen––braucht eben auch sehr viel Zeit (kleiner Scherz: Ich spiele Gitarre in einer Rock-Band!)

Was hat hat sich im LRoS geändert?
Der Club wird sehr professionell und von sehr kompetenten Leuten geführt. Gratuliere! Ebenso werden die Aufgaben an mehrere Leute verteilt, so dass nicht das Ganze an sehr wenigen Leuten hängen bleibt. Bravo!

Mein Fazit - Der LRoS ist wie ein guter Wein: Je älter desto besser! Weiter so!

Tino ist mit seinem "Blue Hotel" zur Gründungsversammlung gefahren. Für das 30 Jahre Jubi hat er sich mit dem selben Landy angemeldet

Urs Amstutz

Als erstes möchte ich dir mitteilen, dass ich meiner Meinung nach kein Gründungsmitglied bin. Meiner Meinung nach ist dies Liechti Erich, Stalder Alfred, Schlup Thomas und Eggenberger Tinu. Soviel ich weiss, waren diese vier Herren bei der ersten Zusammenkunft in Grenchen dabei, wo die erste Versammlung stattfand und die Idee für einen Landrover Club entstand.

Falls ich jedoch falsch liege, hier meine Antworten zu euren Fragen:

Du bist Gründungsmitglied, wann und warum habt ihr den Club gegründet?
Wie schon oben erwähnt weiss ich dies nicht mehr so genau. Aber es war auf jeden Fall die Faszination am Landrover! Am Anfang hatten wir noch alle bei den Treffen in einer Waldhütte in Zollikofen BE Platz. 

Wie habt ihr euch kennen gelernt, wie ist die Idee entstanden?
Soviel ich weiss hat der Schlup Thomas damals in der AR (Automobil Revue) ein Inserat geschalten, wo drin stand, er suche Gleichgesinnte, die auch Landrover Fans sind. Liechti Erich und Stalder Alfred waren schon damals in meinem Freundeskreis. Die beiden gingen dann nach Grenchen, wobei sie Schlup Thomas wie auch Eggenberger Tinu kennen lernten. Ich konnte leider bei diesem Treffen nicht dabei sein.

Ich erinnere mich noch an das erste Landrover Treffen in St-Légier mit Liechti Erich und meinem Serie I. Als wir noch auf der Suche waren, wo genau das Treffen denn nun ist, kam plötzlich ein Mann aus dem Wald gerannt. Es stellte sich heraus, dass das auch einer von den Landrover Verrückten war. Er hiess Martin Otter und kommt aus Deutschland. Er winkte uns dann zu dem Treffen. Auf dem Grill brutzelten diese kleinen scharfen Würste, welche uns bei der Heimfahrt noch zu denken gaben ...

Rückblickend, was hat sich aus deiner Sicht verändert?
Wir wurden älter 🙂 Mittlerweile sind wir ja über 500 Mitglieder, dies hätten wir damals nicht gedacht. Die Veranstaltungen und der Club sind heute besser organisiert. Wir haben damals aus Spass angefangen, da war es eher noch ein bisschen chaotisch. Es gab Zeiten, in denen nicht sicher war, wer ein Präsident ist oder ob wir überhaupt einen Präsidenten haben. Und ob der Club weiterbesteht. Ich bin dankbar, dass es heute so gut läuft, natürlich auch dank des super Teams, das im Hintergrund tolle Arbeit leistet.

Was ist dein prägendstes Erlebnis im Clubleben?
An einem Sonntag fuhr im Restaurant Kalchofen ein Landrover auf den Parkplatz. Die Insassen waren eine Familie mit Kindern aus Schweden. Man kam ins Gespräch. Sie erzählten mir, dass sie auf der Heimreise von Südafrika wären. Meine Adresse vom Kalchofen hätten sie aus dem Landrover Club Verzeichnis und darum seien sie bei der Heimreise über Hasle-Rüegsau gefahren.

Was mir sehr gefallen hat war, als wir mit dem Club nach Aosta gefahren sind. Oder das Jubiläum Treffen in Finsterhennen, wie auch in St. Stephan. Lustig war auch die Aare-Fahrt bei Lyss/Aarberg. 

Es gab viele Ausflüge mit dem Landrover Club, welche ich toll fand.

Was wünschst Du dem LRoS zum runden Geburtstag?
Weiterhin unfallfreie Fahrten und lustige Zusammenkünfte. Sowie auch, dass der Club weiterhin bestehen bleibt, mit lustigen Leuten, die wissen was Kameradschaft bedeutet.

Urs Amstutz 

ewiges, lustiges, dankbares Ehrenmitglied 😉

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